Historie 1940 bis 1990

1943 schrieb Großvater Josef Hefele einen Brief aus Russland. Er befand sich dort im Krieg und hatte sich mit einem Kameraden vom Bodensee über den damals noch unbekannten Erwerbsobstbau unterhalten.
Da Josef Hefele neuem gegenüber sehr aufgeschlossen war, hat er entschieden sich aus der Erbhöfefolge befreien zu lassen (Damals musste man bei der Reichsverwaltung beantragen wenn man sich aus der normalen Landwirtschaft verabschieden wollte). Also pflanzte die Familie zu Hause auf 2 Hektar die ersten Bäume im Abstand von 10 Metern zum nächsten Baum an der sonnigen Südwestseite des Bussens, wo man auch heute noch die Obstanlage findet. Nach dem Ende des Krieges kehrte Josef Hefele aus Russland zurück und bewirtschaftete die Obstanlage fortan.





Um 1960 kamen weitere 2 Hektar dazu. Ab 1970 hat Hans Hefele im Betrieb mitgearbeitet und diesen dann 1981 übernommen. 1975 wurde dann um weitere 2 Hektar aufgestockt. Das nächste Stück kam 1985 dazu, das bisher letzte dann 1988, so dass wir inzwischen eine Gesamtfläche von ca. 7,5 ha bewirtschaften. Die Bepflanzungsdichte wurde bei der Erschließung jedes neuen Teilstücks erhöht. Waren es 1943 noch 100 Bäumen pro Hektar, so sind es heute ungefähr 2500.
1977 wurde das erste Obstlager mit einer Kapazität von 7.500 Kisten (1 Kiste enthält ca. 20 kg Äpfel) gebaut. 1991 wurde Platz für weitere 5.000 Kisten geschaffen. Somit haben wir heute 5 Kühlräume von denen 3 als CA Lager (controlled atmosphere = Verzögerung des Reifungsprozesses) und jeweils ein Raum speziell für die Apfel- und Birnenlagerung betrieben werden.



2000 bis heute

2001 hat Richard Hefele in dritter Generation den Betrieb von seinem Onkel Hans Hefele übernommen. Durch den Strukturwandel im Obstanbau war es nötig das Gesamtkonzept zu überdenken. Er hat sich entschieden in den Süßkirschenanbau einzusteigen und eine Fläche von 0,7 ha von Apfel- auf Kirschbäume umgestellt. Außerdem wurde die gesamte Anbaufläche mit Hagelnetzen abgedeckt, um eine höhere Ertragssicherheit zu erhalten.
2002 erhielt er ein Brennrecht um aus eigenem Obst Schnäpse brennen zu können. Dafür gab es bereits einige Prämierungen:

2005 -Gold für Williams Christ
2009 - Bronze für Schweizer Kräuter und Obstbrand aus Golden Delicious
Silber für den Himbeergeist.





Heute ist Obstanbau Hefele der einzige Haupterwerbsobstbaubetrieb im Landkreis Biberach. Einen Betriebsnachfolger gibt es sogar auch schon. Sebastian Hefele hat 2012 seine Ausbildung zum Gärtner, Fachrichtung Obstbau abgeschlossen und arbeitet seither im elterlichen Betrieb.